Kategorie — Sonstiges

Vertrauenskrise in Spanien

Laut der deutschen Handelskammer nimmt die Zahl der Investitionenen von ausländischen Unternehmen in Spanien ab.

Der Geschäftsführer der Deutschen Handelskammer für Spanien (AHK), Peter Moser, berichtete in der Wirtschaftszeitung Expansión, dass die Informationsanfragen zur wirtschaftlichen Situation Spaniens zugenommen haben; dies läge jedoch vornehmlich daran, dass die Interessenten eine ähnliche Entwicklung für Spanien wie beim  derzeitigen Sorgenkind Europas Griechenland befürchten. Allgemein ist also eine zunehmende Skpesis deutscher Unternehmen zu verzeichnen, die vor der Krise in dieser Deutlichkeit noch nicht bestand. Der Geschäftsführer der AHK berichtet weiter, dass die Mitgliedzahl der Handelskammer gleichgeblieben ist, obwohl die Zahl der Unternehmen die zur Zeit in Spanien investieren, sinkt.

Letzlich bleibt zu hoffen, dass die besabsichtigten Sparmassnahmen der spanischen Regierung helfen, das Vertrauen in das Land zurückgewonnen wird. Die Regierung kündigte an, die Löhne der Staatsbediensteten um fünf Prozent zu kürzen und 2011 einzufrieren; dzudem sollen 13.000 Stellen im öffentlichen Dienst wegfallen. Daneben werden die Babyprämien i.H.v. EUR 2.500,- ab dem 1. Januar 2011 gestrichen . Auch die Renten sollen – mit Ausnahme der Mindestrenten – im kommenden Jahr nicht mehr steigen.

Mayo 24, 2010   0 Kommentar

Businessetikette in Spanien

 

Einer der wichtigsten Erkenntnisse für mich in den letzten Jahren war: In Spanien ist letztendlich immer die Sympathie ausschlaggebend für einen gelungenen Geschäftsabschluss oder für ein positives Vorstellungsgespräch. Berufserfahrung, Fähigkeiten, Kenntnisse und Qualifikationen sind keine unwichtigen Kriterien im Spanischen Business – aber die menschliche Komponente überwiegt im Geschäftsleben. Ebenso bedeutsam ist der respektvolle Umgang miteinander und besonders dem Chef gegenüber. Beim ersten Kennenlern-Gespräch reichen ein zurückhaltendes Händeschütteln und ein intensiver und offener Blickkontakt. In Spanien ist ähnlich wie in den angelsächsischen Länder die Hemmschwelle zum “Du” auch viel niedriger als in Deutschland. Klischees stimmen bekanntlich nicht immer. Spaniern wird gerne nachgesagt, dass sie unpünktlich seien. Das stimmt aber nur bedingt. Insbesondere in Nord-Spanien und in den grossen Städten Madrid und Barcelona ist Pünktlichkeit im Business ebenso wichtig wie in Deutschland. Von ausländischen Besuchern und Geschäftsleuten wird geradezu erwartet, dass sie pünktlich erscheinen. Bei Meetings im Geschäftsleben können sich Small Talk, heftige Diskussionen, Gesprächunterbrechungen oder –überlappungen häufig abwechseln.

Körperkontakt ist ebenfalls selbstverständlich – ein Zurückschrecken des ausländischen Gastes kommt nicht gut an. Ebenso wenig beliebt im Geschäftsleben sind Gespräche über die katholische Kirche oder das Franco Regime. Fußball geht dagegen immer, auch im Business-Alltag. Sehr empfänglich sind Spanier für Gespräche über gutes Essen, neue Gerichte, Wein, Kunst oder Literatur.

Meetings folgen im Geschäftsleben in Spanien nicht immer der Agenda. Wichtige Punkte werden ab und an einfach ausgelassen, unwichtige Dinge überanalysiert. Ganz wichtig: Einfach geduldig bleiben. Unnötiger Stress und Druck sind nicht angebracht, Kritik oder gar Bevormundung sind ein Garant für ein frühzeitiges Scheitern eines positiven Business-Abschlusses.

Viele Geschäfte werden in Spanien bei einem guten Essen vollendet. Auch hier gibt es einiges zu beachten: Begleichen Sie niemals nur Ihren eigenen Anteil der Rechnung. Entweder lädt man ein oder wird eingeladen. Rechnungen werden im Geschäftsleben nicht geteilt und Geld wird keinesfalls dem Bezahlenden wiedergegeben. Eine Gegeneinladung ist die logische Erwiderung auf die Essenseinladung. Das Motto lautet: Großzügigkeit ist Trumpf im Business-Alltag wie im Privatleben.

In Spanien werden Beziehungen gepflegt: im Berufs-  wie im Privatleben. Netzwerke aufzubauen ist das A und O  im Geschäftsleben in Spanien. Kleine Gefälligkeiten sind ein Zeichen der gegenseitigen Wertschätzung und sollten selbstverständlich erbracht werden. Was gegen die Regeln verstößt: Einladungen abzulehnen. Ein gepflegtes Erscheinungsbild und gute Kleidung sind ein Muss im Geschäftsleben.

 

 

 

 

 

Abril 7, 2010   0 Kommentar

Abnahme der Wirtschaftlichen Freiheit in Spanien


 

Im Index für ökonomische Freiheit für das Jahr 2010 des nordamerikanischen Wall Street Journal und der Heritage Foundation, "The 2010 Index of Economic Freedom" werden alljährlich 183 Länder nach 10 spezifischen Kriterien, wie z.B. Handelshemmnisse, Geschäftsentfaltungschancen, Investitionsfreiheit und Eigentumsrechte analysiert.

Während Deutschland im internationalen Vergleich besser abschneidet als im Vorjahr, fällt Spanien von Platz 29 auf Platz 36 des Indexes der freisten Wirtschaftsstandorte zurück.

Nach dem Bericht beträgt die wirtschaftliche Freiheitsrate in Spanien 69,6, was einen Verlust von 0,5 im Vergleich zum Vorjahr bedeutet. Dies ist auf Verschlechterungen in sechs der zehn Kriterien der wirtschaftlichen Freiheit zurückzuführen. Die grössten Verluste entstanden dabei bzgl. der Korruptionsrate. Dennoch liegt Spanien in der Gesamtwertung gut über dem Weltdurchschnitt. Innerhalb der 43 Länder in der Region Europas belegt Spanien Platz 19.  

Dem Bericht zu Folge kommen Spanien vor allem die Zahlen der Geschäftsfreiheit, der Handelsfreiheit, der Investitionsfreiheit, der Finanzierungsfreiheit, und der Eigentumsrechte zugute.

Verfahren zur Unternehmensgründung wurden effektiver. Zwar bedarf es mehr Zeit für eine Unternehmensgründung in Spanien als im Weltdurchschnitt, dafür liegt die Dauer der Erteilung einer Betriebserlaubnis unter diesem. Das unternehmerisch denkende Umfeld ist förderlich für eine dynamische Entwicklung des privaten Wirtschaftssektors.

Spaniens Handelspolitik ist vergleichbar mit der von anderen Mitgliedsstaaten der EU. Ferner weist Spanien ein modernes und wettbewerbsfähiges Finanzsystem auf. Die Regelungen sind verständlich, die inländischen Zugriffsmöglichkeiten auf Kredite gut. Zudem ist die Judikative unabhängig von politischer Beeinflussung auch wenn bürokratische Hürden immer noch eine langsame Erledigung der Fälle verursachen.

Schwierigkeiten bleiben weiterhin in den Breichen der Steuerfreiheit, der staatlichen Wirtschaftsaktivitäten und der Arbeitnehmerfreiheit. Die Vermögenssteuer wurde 2009 aufgehoben. Das Steueraufkommen betrug im letzten Jahr 37,9 % des BIP.

Die Regierungsausgaben bleiben hoch, sie betrugen letztes Jahr fast 40 % des BIP. Die Verbesserung der Etatverwaltung ist einer der Hauptpunkte des Steuerreformprogramms.

Als Mitglied der Eurozone lag die Inflationsrate zwischen 2006 und 2008 durchschnittlich bei 3,8 %

Die Löhne sind gestiegen, sodass Spanien diesbezüglich einige andere europäische Länder hinter sich lassen kann. Immobilieneigentum wurde stark subventioniert allerdings erfolgen die Ausgaben nicht zielgerichtet. Der Arbeitsmarkt ist nach wie vor eingeschränkt, was ein dynamischeres Arbeitsplatzwachstum verhindert.

 

Die Liste führt wie bereits in vergangenen Jahren Hong Kong (Platz 1) und Singapur (Platz 2) an. Schlusslichter bleiben Zimbabwe und Nord Korea.

Wer sich für die Details interessiert, kann den vollständigen Index kostenlos bei  http://www.heritage.org/Index/ einsehen.

Febrero 10, 2010   0 Kommentar

Black Friday


Wer sich der Applemania nicht entziehen kann, hat jetzt eine gute Chance preiswerter an einen neuen Mac, IPod, ITouch, etc. zu gelangen. Der in den USA als Black Friday benannte Freitag nach Thanks Giving gilt für die Konsumgüterhersteller als einer der wichtigsten Verkaufstage. Die Amerikaner nutzen diesen Tag, um die ersten Weihnachtsgeschenke zu besorgen und die Geschäfte locken traditionell mit entsprechenden Angeboten nur für diesen einen Tag.

Zum ersten Mal wird dieser 1-tägige Shopping-Event an diesem Freitag, den 27. November (00.00 MEZ bis 23.59 MEZ) durch Apple auch nach Spanien und Deutschland gebracht.

Glaubt man Internetgerüchten, so soll es

bis zu 30 % auf alle IPods

bis zu 25 % auf alle Mac Computer

und bis 15 % Rabatt auf Software, Hardware und Accessoires geben.

Hier kann man sich schon einmal über die Preise informieren und am Freitag auch direkt online kaufen: store.apple.com/de-business

Noviembre 24, 2009   0 Kommentar

Restaurantwoche in Madrid

 

 

Im Rahmen der "Madrid Restaurant Week" hat man zwischen dem 21. und dem 30. Oktober die Möglichkeit in Madrid in sehr guten Restaurants ein Menü für 25 Euro zu geniessen.

Dieser kulinarische Event findet schon seit Jahren in verschiedenen Städten auf der Welt wie New York, Rio de Janeiro, London und Miami erfolgreich statt und kommt nun erstmalig nach Madrid. Das interessante dabei ist, dass man so einmal Restaurants ausprobieren kann bei denen man sonst leicht über das doppelte für ein Menü zahlen müsste.

Dank unserer Partnerkanzlei in Miami habe ich vor zwei Jahren die dortige Restaurantwoche erleben dürfen. Diese findet unter den Namen "Miami Spice" statt. Das Angebot war dort so gross und der Dollar so günstig, dass sich schon allein deshalb für einen Gourmet eine Reise lohnt.

Da, wie in diesem Blog schon intensiv besprochen, das Essengehen zur spanischen Businesskultur gehört, dürfte die Restaurantwoche auch in Madrid ein Erfolg werden.

Tip: Gleich neben der deutschen Auslandshandelskammer (AHK) befindet sich übrigens das ausgezeichnete Restaurant "El Chaflán", dass ebenfalls an der Restaurantwoche teilnimmt. Weitere Restaurants kann man hier finden: www.esmadrid.com/es/portal.do

 

 

Octubre 20, 2009   0 Kommentar

Madrid ohne Olympiade

Trotz grosser Erwartungen konnte Spanien die Olympiade 2016 nicht nach Madrid holen. Die Entäuschung ist nach wie vor gross. Viele glaubten, dass nach dem dritten Anlauf nunmehr die spanische Hauptstadt an der Reihe sei, doch es kam anders und Rio de Janeiro war der glückliche Gewinner.

Neben Madrid gab es aber auch einen anderen grossen Verlierer: Chicago schaffte es trotz “Obama momentum” nicht einmal in die zweite Runde. Aber im Gegensatz zu den Madrileños scheint die Bevölkerung aus Chicago darüber garnicht so traurig zu sein. Auf der Website der Bewegung “Chicagoans for Rio 2016″ lassen sich viele Gründe finden, warum die Ausrichtung der olympischen Spiele auch grosse Probleme verursachen kann. Zwei Beispiele sind besonders erschreckend:

So soll Montreal selbst nach über 30 Jahren noch an den Kosten für die umfangreichen Baumassnahmen für die olympischen Spiele zu tragen haben.

In Athen sollen 21 von 22 extra für die Sommerspiele 2004 gebaute Einrichtungen ungenutzt verwahrlosen. 9 Milliarden Euro wurden investiert, um die Olympiade “heim” zu holen, doch es scheint, das im Anschluss für die Griechen kein Nutzen daraus gewonnen werden konnte.

Wie so oft im Leben, gibt es also auch hier ein lachendes und ein weinendes Auge!

Octubre 8, 2009   1 Kommentar

Steuererhöhungen in Spanien

 


 


Spanien hat soeben beschlossen, die Mehrwertsteuer („IVA“) von 16 % auf 18 % zu erhöhen. Spanien folgt dabei einem Trend der ursprünglich von Deutschland initiiert wurde, als vor drei Jahren die Mehrwertsteuer von 16 % auf 19 % erhöht wurde. Selbst die sogenannten Steuerparadiese erhöhen bzw. führen inzwischen die Mehrwertsteuer ein: Die Schweiz erhöht ihre Mehrwertsteuer von 7,6 % auf 8 %; das selbe gilt auch für Liechtenstein. Andorra wird ebenfalls erstmalig die Mehrwertsteuer einführen, dabei wird sogar über einen Steuersatz von 20 % nachgedacht.



Wenn man sich vergegenwärtig, dass es bis Ende 1967 in Deutschland eine Umsatzsteuer von 4 % gab und erst zum 01.01.1968 die Mehrwertsteuer in Höhe von 10 % startete, fragt man sich, bei welchem Prozentsatz eine Grenze gezogen werden sollte. Gerade in Spanien scheinen nämlich die beabsichtigten höheren Steuereinnahmen durchaus fraglich, da man regelrecht spürt, wie das Handwerks- und Dienstleistungsgewerbe dem fiskalischen Druck ausweicht und schnell in die Grau- bzw. Schwarzarbeit wechselt, d.h., die Bezahlung wird einem wieder vermehrt mit oder ohne „IVA“ angeboten.

 

Octubre 2, 2009   0 Kommentar

Die Krise trifft auch die internationalen Anwaltskanzleien

Als Anwalt bekommt man oft zu hören, dass man in rezessiven Phasen antizyklisch partizipiere, Dies erweist sich jedoch in der jetzigen Finanz- und Wirtschaftskrise als Irrtum. Zwar steigt in wirtschaftlichen Abschwungphasen der Beratungsbedarf bei Unternehmen, die kurz vor dem Konkurs stehen; doch das Restrukturierungsgeschäft allein kann für viele Kanzleien das Ausbleiben großer Transaktionen nicht ausgleichen.

Insbesondere kämpfen Grosskanzleien gegen deutlich zweistellige Umsatzeinbrüche; denn seit dem die Unternehmenskäufe ausbleiben, weil sich Banken, Private-Equity-Fonds und strategische Investoren aus dem Markt verabschiedet haben, fehlen wichtige Einnahmequellen. Einige Wirtschaftskanzleien sind selbst über Nacht zu einem Restrukturierungsfall geworden. Vor allem angelsächsische Kanzleien sind stark betroffen. Bislang haben in Grossbritanien schon annähernd 3.000 Wirtschaftsanwälte ihren Job verloren.

Tagesaktuelle Zahlen zu den Entlassungen auf der Insel liefert das Branchenblatt „The Lawyer“ über einen „Legal Job Watch“ im Internet: Danach haben unter anderem die Kanzleien des sogenannten Magic Circle, d.h. Linklaters bislang 270 Anwälte, Allen & Overy 247, DLA Piper 176 und Clifford Chance 130 Anwälte entlassen. Doch nicht alle Kanzleien reagieren mit Massenentlassungen auf die Krise. So hat Norton Rose seinen Anwälten gerade das Angebot unterbreitet, für ein Jahr lang auf 15 Prozent ihrer Bezüge zu verzichten und dafür nur noch an vier Tagen die Woche zu arbeiten. Alternativ können die Associates auch ein Sabbatical von bis zu drei Monaten nehmen, wenn sie dafür mit 30 Prozent ihres Basisgehalts auskommen.

In Deutschland hat zwar noch keine Kanzlei Kurzarbeit angemeldet. Doch auch hierzulande kämpfen etliche der ganz grossen Kanzleien gegen deutlich zweistellige Umsatzeinbrüche. Partner, die nicht genügend Umsätze generieren, müssen gehen oder werden herabgestuft. Und die verbliebenen Anwaltsgesellschafter leisten Kapitalspritzen, um die Verluste auszugleichen. Hält die Wirtschaftskrise weiter an, dürfte die Unzufriedenheit steigen. Im Handelsblatt wurde jüngst darüber spekuliert, dass die eine oder andere internationale Großkanzlei in Deutschland zusammenbricht.

Um in der Vergangenheit die großen Transaktionen in kürzester Zeit zu stemmen, wurden die Anwaltsteams in der Boomzeit extrem aufgestockt. In der Spitze kamen so acht angestellte Anwälte auf einen Partner. Dieses Verhältnis wird jetzt wieder zurückgefahren.

Die Folge: Die Großen überarbeiteten derzeit ihre Geschäftskonzepte und suchen nachhaltige und möglichst konjunkturunabhängige neue Beratungsfelder, wie zum Beispiel den Markt für Erneuerbare Energien sowie die Medizintechnik, Branchen, die durch eine Vielzahl von kleineren bis mittleren Unternehmen angetrieben werden und damit eigentlich für Großkanzleien uninteressant sind.

Bei Mariscal & Asociados scheinen wir als kleinere internationale Wirtschaftskanzlei die Ausnahme zu sein, die die Regel bestätigt, denn derzeit entlassen wir keine Anwälte; vielmehr stellen wir gerade ein.

Marzo 27, 2009   0 Kommentar

Deutsch-Spanisches Forum in Madrid

Letzte Woche fand in Madrid das fünfte Deutsch-Spanische Wirtschaftsforum statt. Unter vielen interessanten und hochkarätigen Redner befanden sich u.a. Pedro Solbes, Finanz- und Wirtschaftsminister der spanischen Regierung sowie der deutsche Finanzminister, Peer Steinbrück. Der Schwerpunkt dieser zweitägigen Veranstaltung lag bei dem Thema „Die ökonomische Krise“. Einig waren sich die beiden Minister darin, dass die Finanzmärkte stärker reguliert werden müssen, um die Wiederholung einer derartigen Krise in Zukunft zu vermeiden. Steinbrück war sehr offen und gab auch zu verstehen, dass man über "Verstaatlichung" und "Enteignung" sprechen müsse. Wann diese Krise vorbei sei, wisse keiner. Wer aber Jemanden kenne, der es wisse, solle ihm die die Kontaktdaten geben, so Steinbrück scherzhaft. Solbes hob die guten wirtschaftlichen Beziehungen zwischen Deutschland und Spanien hervor und äusserte sich skeptisch über eine schnelle Regenerierung der spanischen und der Weltwirtschaft.

  
Die Abschlussreden und der im wahrsten Sinne des Wortes krönende Abschluss hielten bei einem Mittagessen in der Madrider Börse der spanische König Juan Carlos I und der Bundespräsident Deutschlands, Horst Köhler.
 

  

 

Marzo 16, 2009   0 Kommentar

Wirtschaftliche Freiheit in Spanien wächst

Im Index für ökonomische Freiheit des nordamerikanischen Wall Street Journal und der Heritage Foundation für das Jahr 2009, "The 2009 Index of Economic Freedom", werden 183 Länder nach 10 spezifischen Kriterien, wie z.B. Handelshemmnisse, Geschäftsentfaltungschancen, Investitionsfreiheit und Eigentumsrechte analysiert.

Dabei schneidet Spanien im Gegensatz zu Deutschland besser ab als im Vorjahr. 

Nach dem Bericht beträgt die wirtschaftliche Freiheitsrate in Spanien 70,1, womit Spaniens Wirtschaft auf Platz 29 im Index der freisten Wirtschaftsstandorte rangiert. Seine Wertung hat sich seit dem letzten Jahr um einen Punkt erhöht aufgrund von Verbesserungen im Bereich der Steuerfreiheit und der Investitionsfreiheit. Innerhalb der 43 Länder in der Region Europas belegt Spanien Platz 16, die Gesamtwertung liegt gut über dem Weltdurchschnitt.

Es heißt dort weiter: „Spanien sticht vor allem hervor was die Geschäftsfreiheit, die Handelsfreiheit, die Investitionsfreiheit, die Finanzierungsfreiheit, die Eigentumsrechte und die Korruptionsrate betrifft. Die durchschnittliche Zollrate ist niedrig, aber zollfremde Handelshemmnisse beschränken nach wie vor die völlige Handelsfreiheit. Die Regierung hat die Bürokratie verschlankt und die Konzessionserteilung vereinfacht. Ausländische Investitionen unterliegen nur wenigen Beschränkungen seitens der Regierung. Spanien erfreut sich an einem modernen und konkurrenzfähigen Finanzsystem. Die Regelungen sind verständlich, die inländischen Zugriffsmöglichkeiten auf Kredite sind mehr als angemessen. Die Judikative ist unabhängig von der Politik, auch wenn bürokratische Hürden immer noch eine langsame Erledigung der Fälle verursachen.

Spanien ist relativ schwach einzuschätzen hinsichtlich der Steuerfreiheit, der staatlichen Wirtschaftsaktivitäten und der Arbeitnehmerfreiheit. Die Regierungsausgaben betragen fast 40 % des BIP. Die Verbesserung der Etatverwaltung ist einer der Hauptpunkte des Steuerreformprogramms. Der Arbeitsmarkt ist nach wie vor eingeschränkt, was ein dynamischeres Arbeitsplatzwachstum verhindert.“

Deutschland liegt zwar mit Platz 25 vor Spanien hat sich jedoch aufgrund zunehmender staatlicher Regulierung leicht um -0,1 auf eine Rate von 70,5 verschlechtert.

Die Liste führen übrigens Hong Kong (Platz 1) und Singapur (Platz 2) an. Schlusslichter sind Zimbabwe und Nord Korea. Wer sich für die Details interessiert, kann den vollständigen Index kostenlos bei  http://www.heritage.org/Index/ einsehen.

 

 

 

Enero 29, 2009   0 Kommentar