Erhöhung der Einkommenssteuer



Enero 12, 2012
Karl H. Lincke

Das spanische Parlament hat am 30.12.11 einer Erhöhung der Einkommenssteuer zugestimmt, die zunächst für 2 Jahre gelten soll.

Diese Steuererhöhung verursacht beim Steuerzahler im Schnitt eine Mehrbelastung von 222 Euro. Am härtesten trifft dies die Einkommensschicht bis 33.000 Euro/ Jahr, welcher 85 % der Arbeitnehmer angehören.

Wer bis zu 17.000 Euro im Jahr verdient und damit zu den sog. „Mileuristas“ gehört (Monatsverdienst netto um die 1.000 Euro), muss im Schnitt 23 Euro pro Jahr mehr an den Fiskus zahlen.

Wer zwischen 17.000 und 33.000 Euro/ Jahr verdient, erwartet eine Mehrbelastung von 165 Euro jährlich.

Und wer zwischen 33.000 und 53.400 Euro/ Jahr verdient, hat mit einer Mehrbelastung von 490 Euro im Jahr zu rechnen.

Das Finanzamt erwartet von dieser Einkommenssteuererhöhung Mehreinnahmen i.H.v. 4,1 Mrd. Euro. 2.07 Mrd. Euro davon, also mehr als die Hälfte der erwarteten Mehreinnahmen, entfallen auf die Steuerzahler mit einem Einkommen von bis zu 53.400 Euro jährlich.

Detalliertere Auskunft gibt es bei der Steuerberatungsfirma Aranda.

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Zurück zur Pesete?



Diciembre 12, 2011
Karl H. Lincke

Eurokrise

In  letzter Zeit nimmt die Unsicherheit in Spanien zur Gemeinschaftswährung zu. Nach Wirtschaftswissenschaftlern, Journalisten und Politikern greift die Unruhe nun auch auf Unternehmer über:

Grupo Gowex, ein spanischer Wi-Fi (WLan) Anbieter, transferiert finanzielle Mittel in der Erwartung, dass Spanien aus dem Euro ausscheidet, nach Deutschland. Der Gründer und CEO der in Madrid ansässigen Grupo Gowex, Jenaro Garcia, erwartet, dass in Spanien wieder die Peseta eingeführt wird und hat deshalb flüssige Mittel und Bankguthaben nach Deutschland verlagert.

Europaweit bereiten sich Firmen auf den möglichen Zerfall des Euros vor, und planen u.a. Geldmittel nach Deutschland zu übertragen, ihre Hauptsitze nach Nordeuropa zu verlagern oder sogar ganz ihr Geschäft aufzugeben.

Juan Jose Nieto, Vorstandsvorsitzender von Service Point Solutions SA (SPS), ein in Barcelona ansässiges Unternehmen für Unterlagenmanagement und Kopierdienstleistungen, sagt, er werde den Firmensitz nach Großbritannien oder Skandinavien verlagern, wenn der Euro zerbricht. „Wir mussten unser Geschäft wegen der Krise in den letzten 5 Jahren neu erfinden. Wir sind im Überlebensmodus. Was in Griechenland und Italien passiert, betrifft nicht nur die Banken, sondern auch Unternehmen wie uns.”

Quelle: Bloomberg

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Änderungen im spanischen Zivilprozessrecht



Noviembre 18, 2011
Karl H. Lincke

Am 11. Oktober trat das Gesetz zur Verfahrensbeschleunigung („Ley 37/2011, de 10 de octubre, de medidas de agilización procesal“) für Zivil- und Verwaltungsprozesse in Kraft.

Die besagten Verfahren sollen dadurch vereinfacht und beschleunigt werden.

Die wichtigsten Änderungen im Zivilprozessrecht sind folgende:

-          Mahnverfahren:

Die Höchstsumme, die im Mahnverfahren eingefordert werden kann, wird abgeschafft. Bisher war ein Mahnverfahren nur bis zu einer Forderungshöhe von maximal 250.000 Euro möglich.

Das Mahnverfahren ist nun auch für Zwangsräumung wegen Nichtzahlung anwendbar, d.h. wenn der Mieter das Gebäude nicht verlässt, zahlt oder Widerspruch gegen die Anordnung einlegt, wird direkt die Zwangsräumung vollzogen.

-          Berufung:

Das Rechtsmittel der Berufung wird in mündlichen Verfahren für Streitwerte unter 3.000 Euro abgeschafft.

Ankündigung und Klageschriftsatz der Berufung werden in einem Schriftstück zusammengefasst, d.h. es wird nicht mehr wie bisher zunächst angekündigt, in Berufung zu gehen und dann separat die ausführliche Begründungsschrift eingereicht.

Die Parteien müssen innerhalb einer Frist von 10 (statt bisher 30) Tagen vor dem Landgericht auftreten.

-          Revision:

Das Rechtsmittel der Revision kann nur noch eingelegt werden, wenn Grundrechte betroffen sind und der Streitwert bei mindestens 600.000 Euro (statt bisher 150.000 Euro) liegt.

Festzuhalten ist, dass diese Reform vor allem den teilweise sehr überlasteten spanischen Gerichten zu Guten kommen und das Forderungsmanagement auch bei hohen Schuldbeträgen erheblich erleichtern wird.

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Vortrag GermanFashion



Octubre 31, 2011
Karl H. Lincke

GermanFashion Modeverband Deutschland e.V.

Am 13. Oktober hatte ich das Vergnügen vor Mitgliedern des deutschen Modeverbandes “GermanFashion” einen Vortrag zu den rechtlichen Besonderheiten in Spanien halten zu dürfen. Überrascht war ich nicht nur von dem grossen Interesse an Spanien, sondern auch hinter welchen Modenmarken sich alles deutsche Unternehmen verbergen. Trotz der grossen spanischen Modelabels, wie Zara, Mango, Massimo Dutti, etc. exportieren mehr deutsche Firmen Modeartikel nach Spanien als spanische Unternehmen nach Deutschland. Da uns Deutschen eher selten Modebewusstsein unterstellt wird, ein für mich doch erstaunliches Phänomen.

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Benachrichtigungen vom Finanzamt seit Januar per E-Mail



Octubre 31, 2011
Karl H. Lincke

Seit dem 1.1.2011 werden die Benachrichtigungen vom Finanzamt schrittweise vom Postweg auf den elektronischen Versand umgestellt. Von dieser Umstellung sind u. a. die spanische Aktiengesellschaft und GmbH (S.A. und S.L.) betroffen.

Das Finanzamt richtet einen elektronischen Briefkasten (genannt „DEH“ = Dirección Electrónica Habilitada) für das jeweilige Unternehmen ein und informiert es auf dem Postweg über dessen Einrichtung und Zugriffsadresse. Um auf die Benachrichtigungen zugreifen zu können, benötigt die Firma eine elektronische Unterschrift.

Neu gegründete Unternehmen werden automatisch in dieses System des Nachrichtenversands aufgenommen. Die Mitteilung über die Aufnahme erfolgt hier gleichzeitig mit Mitteilung der Steuernummer.

Wichtig zu wissen ist, wann eingehende Nachrichten als zugestellt gelten:

Zunächst gilt eine Benachrichtigung an dem Tag als zugestellt, an dem das Unternehmen auf den elektronischen Briefkasten zugreift und diese Nachricht öffnet. Wenn die Firma ihren elektronischen Briefkasten jedoch nicht einsieht und die eingegangenen Nachrichten nicht liest, gelten diese trotzdem nach 10 Kalendertagen als zugestellt.

Es gibt die Möglichkeit, sich eine Benachrichtigungs- Email an eine andere Emailadresse senden zu lassen, damit man merkt, wenn eine Nachricht im elektronischen Briefkasten eingeht. Diese Erinnerungs-Email ist jedoch rechtlich nicht verbindlich, d.h. man kann sich nicht darauf berufen, dass man die Erinnerungs- Email nicht erhalten hat, wenn diese nicht ankam und man aufgrund dessen eine Nachricht im elektronischen Briefkasten nicht gelesen hat.

Um sicherzugehen, keine Frist zu versäumen, sollte man daher mindestens alle 10 Kalendertage seinen elektronischen Briefkasten öffnen und prüfen, ob man neue Nachrichten vom Finanzamt erhalten hat.

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Unternehmertum und Angst vor dem Scheitern



Julio 27, 2011
Karl H. Lincke

 

Nach der jährlich erscheinenden Studie „Libro Blanco de los Emprendedores“ der Business School Esade ziehen 51% der Spanier die Selbständigkeit einem Angestelltenverhältnis vor, wobei diese Zahl international nicht sonderllich hervorsticht:

Sie ist mit Zahlen aus den Vereinigten Staaten (51%), Italien (51%), Frankreich (51%), dem Vereinigten Königreich (46%) und Norwegen (41%) vergleichbar. Eine ähnliche Studie zeigt, dass auch in Deutschland 56% der Befragten der Selbständigkeit positiv gegenüberstehen.

Die unternehmerischen Aktivitäten in Spanien werden zu 50% von jungen Menschen zwischen 18 und 34 Jahren ausgeübt, obwohl sich die Wirtschaftskrise, die zu vielen Geschäftsaufgaben und zur Verzögerung vieler neuer Projekte geführt hat, immer noch negativ auswirkt.

Das Schlimmste, dass sich die Spanier bei neuen unternehmerischen Vorhaben vorstellen können, ist der Misserfolg. Ganze 45 % der Befragten haben davor Angst. Die Angast vor dem Scheitern ist nur bei den Franzosen (47 %) grösser.

Auch eine andere Erkenntnis der Studie sticht ins Auge: Die Spanier halten sich selbst nicht für kreativ, wenn es darum geht, Geschäftsideen zu entwickeln.

In Spanien sieht man oft, dass die talentiertesten Studienabgänger sich oft über mehrere Jahre auf die schwierigen Aufnahmeprüfungen zur Beamtenlaufbahn vorbereiten, obwohl nur ein geringer Prozentsatz letztlich eingestellt wird. Dieser Trend ist bedauerlich: Spanien braucht dringend mehr (Jung-)unternehmer im privaten Sektor, die Arbeitsplätze schaffen und keine zusätzlichen Beamten.

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Verdient die Mehrheit der Spanier weniger als 21.000 €?



Julio 12, 2011
Karl H. Lincke

 

 

 

Nach Angaben der spanischen Steuerbehörden stieg im Jahre 2009 im Vergleich zum Vorjahr 2008 die Zahl der Geringverdiener weiter an, während ihre Einkünfte aus nichtselbständiger Arbeit noch weiter absanken.

Erstaunlich ist dabei vor allem, dass 63,8 % der Steuerpflichtigen angaben weniger als 21.000 € an Einkünften aus nichtselbständiger Arbeit zu erwirtschaften.

Nach den letzten Statistiken des Wirtschafts- und Finanzministeriums scheinen mit 19,2 % fast ein Fünftel der Spanier die Spitzenverdienste zwischen 30.000 € und mehr als 601.000 € unter sich aufteilen.

Zudem geht aus der Statistik hervor, dass der Durchschnittsverdienst des Jahres 2009 im Vergleich zu 2008 nur um 41 € gestiegen ist.

Auffällig ist dabei, dass die Zahl derjenigen, die mehr als 601.000 € verdienen, zwar im Vergleich zu 2008 um 0,01 % sank, sie aber im Durchschnitt 7,1 % mehr verdienten.

Diese erstaunliche Divergenz besteht auch hinsichtlich derjenigen, die zwischen 150.000 € und 601.000 € verdienten. Ihre Zahl sank zwar mit 0,39 % im Vergleich zu 2008 um 0,03%, jedoch verdienten sie im Durchschnitt 1,3 % mehr.

Auch die Zahlen der Einkommensgruppe zwischen 60.000 € und 150.000 € waren um 0,09 % rückläufig, dennoch verdienten sie 2 % mehr als im Vorjahr.

Die Zahl derjenigen mit sehr niedrigem Einkommen von unter 6.000 € jährlich stieg von 2,98 % im Jahr 2008 auf 3,46 % im Jahr 2009. Sie verdienten jedoch 1,8 % weniger als im Vorjahr.

Auch die Zahl derjenigen mit jährlichem Einkommen von 1.500 € bis 6.000 € stieg um 0,51 %, während das Durchschnittseinkommen um 0,3 % sank. Die Zahl derjenigen mit einem jährlichen Einkommen von 6.000 -12.000 € war dagegen zwar um 0,45 % rückläufig, jedoch verdienten auch sie im Durchschnitt 0,4 % weniger. Es bleibt abzuwarten, ob sich dieser erschreckende Trend in den Statistiken von 2010 weiter fortsetzt. Daneben drängt sich auch der Verdacht auf, dass die Steuerehrlichkeit im Rahmen der Wirtschaftskrise deutlich abnimmt.

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Abschied von den Wirtschaftsjunioren



Julio 11, 2011
Karl H. Lincke

 


 

Nach sieben Jahren Mitgliedschaft und vierJahren Präsidentschaft bei den Wirtschaftsjunioren erlaubt es mir die Satzung nicht mehr an vorderster Front mitzuwirken. In Anbetracht der vielen spanenden und einmaligen Erlebnisse stimmt es mich natürlich ein wenig traurig. Wenn ich aber an die Arbeit denke, die damit verbunden war, fällt mir der Abschied wieder etwas leichter.

Dennoch kann ich nach dieser Erfahrung jedem empfehlen, sich mindestens einmal im Leben ehrenamtlich zu betätigen; der Spass überwiegt stets die Mühen.

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Schwerer Schlag für Spaniens Agrarindustrie…



Junio 3, 2011
Karl H. Lincke

Die „Gurken-Krise“ trifft die spanischen Bauern derzeit besonders hart. Sie können praktisch kein Gemüse mehr ins Ausland absetzen und auch innerhalb Spaniens ist die Nachfrage auf die Hälfte gesunken.

Die EU-Kommission hatte ihre Warnung vor spanischen Gurken am vergangenen Donnerstag ausgesprochen. Deutschland hatte die EU-Länder vor den Ursachen der Infektion offiziell gewarnt.
Besonders bitter ist nun, dass die spanischen Gurken gar nicht die Ursache des Ausbruchs von EHEC in Deutschland und anderen Mitgliedsstaaten zu sein scheinen. Das Bundesinstitutfür Risikobewertung (BfR) in Berlin hatte am 01.06.11 mitgeteilt, dass die Erreger auf den verdächtigten spanischen Gurken nicht mit dem für den derzeitigen Ausbruch verantwortlichen Keim-Typ übereinstimmten, woraufhin die EU-Kommission die europaweite Warnung vor spanischen Gurken aufhob.
Die negativen Schlagzeilen im Zusammenhang mit dem Darmkeim EHEC verursachen Vermutungen des spanischen Verbandes der Obst- und Gemüseproduzenten und -exporteure  zufolge einen Verlust von 200 Millionen Euro wöchentlich.
Forderungen nach Schadensersatz werden daher immer lauter und die spanischen Bauern bekommen hierfür auch Unterstützung von ihrer Regierung:
Spaniens Vizeregierungschef Alfredo Pérez Rubalcaba kündigte an, Spanien werde genau untersuchen, wie groß der Schaden sei, und rechtliche Schritte gegen die Hamburger Behörden prüfen.
Die spanische Agrarministerin Rosa Aguilar sagte auf dem Agrarminister-Treffen in Ungarn, dass Madrid auf EU-Ebene Entschädigungen für alle europäischen Landwirte verlangen wolle, die wegen der EHEC-Seuche Verluste zu verzeichen hatten.
Zudem übte Ministerpräsident José Luis Rodríguez Zapatero am 02.06.11 scharfe Kritik am Krisenmanagement der deutschen Behörden und der Europäischen Union und bekräftigte die Absicht der Regierung, eine Wiedergutmachung für den gesamten entstandenen Schaden zu verlangen. Der Regierungschef ließ dabei offen, ob die angekündigten Schadenersatzklagen bei der deutschen oder der europäischen Justiz erhoben werden.
Bezüglich der Warnungen Deutschlands vor dem Verzehr spanischer Gurken muss nun geklärt werden, ob diese aus Verbraucherschutzgründen gerechtfertigt waren.
Erstaunlich an der Medienberichterstattung zu den Gurken ist, dass in Spanien stets darauf hingewiesen wird, dass die fraglichen Gurken aus dem (teureren) Bioanbau stammen; bei den deutschen Medien wird dagegen nie auf diese für die Verbraucher  so wichtige Information aufmerksam gemacht.  Das "Edelgemüsse" aus dem Ökoladen scheint als Statussymbol der neuen deutschen Wohlstandsbürger anscheinend nicht so gut als Gruselobjekt geeignet, wie die billige "Gurke" aus der südspanischen Massenproduktion.
 

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Wo am meisten gearbeitet wird …



Abril 14, 2011
Karl H. Lincke

 

 
Nach einer neuen Studie der OECD arbeiten Spanier im Vergleich zu ihren Kollegen in Deutschland länger. Während ein durchschnittlicher Arbeitnehmer in Deutschland 232 Minuten täglich arbeitet, beträgt die Arbeitszeit bei seinem spanischen Kollegen 276 Minuten. Auch die Arbeitnehmer der deutschen Nachbarländer wie Holland, Belgien und Dänemark, denen wie den Deutschen der Ruf vorausgeht fleißig zu sein, verbingen nach der OECD-Studie weitaus weniger Zeit an ihrem Arbeitsplatz als ein durchschnittlicher Spanier.
 
Bemerkenswert ist, dass die ermittelten Werte in einem krassen Widerspruch zur wirtschaftlichen Lage der Länder stehen. Eigentlich müsste man vermuten, dass sich die Dauer der Arbeitszeit auf die Produktivität und damit auch auf den wirtschaftlichen Erfolg eines Landes auswirken müsste. Doch dem ist nicht so. Meist müssen die Arbeitnehmer in den Ländern mit längeren Arbeitszeiten auch mit geringeren Löhnen leben, sodass die Binnen-Kaufkraft keineswegs höher ist als in den Ländern in denen Lohn und Arbeitszeit in einem ausgewogeneren Verhältnis stehen.
 
Absoluter Spitzenreiter im internationalen Vergleich sind die Mexikaner, die täglich 342 Minuten der Erwerbsarbeit und 253 Minuten unbezahlter Arbeit nachgehen. Damit wäre das Klischee des Sombrero-tragenden Mexikaners in der Hängematte wohl endgültig passé.
 
Die Studie macht zudem erneut deutlich, dass die Frauen in allen OECD-Ländern weitaus mehr unbezahlte Arbeit verrichten als die Männer. Zwar sind länderspezifische Unterschiede deutlich erkennbar, dennoch zeigt die Studie, dass die Frauen der OECD-Länder durchschnittlich 2,5 Stunden länger mit Kochen, Putzen und Kinderbetreuung verbringen.
 
Leider sehen die Perspektiven auf dem spanischen Arbeitsmarkt entgegen dem allgemeinen OECD-Trend weiterhin nicht gut aus, so stieg die Arbeitslosenquote in Spanien im Februar erneut auf 20,5 % an. Bleibt zu hoffen, dass wie in den zurückliegenden Jahren mit der Sommer-Saison etwas Entspannung auf dem Arbeitsmarkt eintritt.
 
Die OECD Studie (Society at a Glance - Who`s busiest: working hours and houshold chores across OECD) ist hier abrufbar.

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