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In den letzten Wochen war sehr viel los, ein Highlight in Madrid war die Hauptversammlung der deutschen Außenhandelskammer (AHK) für Spanien. Die Kammer hatte Herrn Manuel Pizarro als Gastredner eingeladen.

Übernahme von Endesa

Der ehemalige Präsident des Energieversorgers Endesa kandidierte im März für das spanische Parlament. Falls die spanische Volkspartei PP die Wahlen am 9. März gewonnen hätte, wäre der 56-Jährige voraussichtlich Wirtschaftsminister geworden. Pizarro wurde über die Grenze von Spanien hinaus vor allem durch seine Rolle während der Übernahmeschlacht um Endesa bekannt.

Der katalanische Stromversorger Gas Natural machte damals ein Übernahmeangebot für Endesa, das nach Medienberichten von der Zentralregierung in Madrid als auch von der katalanischen Regionalregierung stark forciert wurde. Pizarro dagegen zeigte sich kämpferisch, Gas Natural biete einen „lächerlichen Preis“ für den Versorger. Im September 2005 trat er mit der spanischen Verfassung vor den Medien auf und bezeichnete die geplante Übernahme als verfassungswidrig und beklagte die mangelnde Rechtssicherheit in Spanien.

In der Folge trat der deutsche Stromkonzern Eon auf den Plan und machte ebenfalls ein Übernahmeangebot. Obwohl dies sicherlich in vielerlei Hinsicht für alle beteiligten Parteien die sinnvollste Lösung war, kam die Übernahme durch Eon letztlich nicht zustande.

Ehemaliger Präsident von Endesa Manuel Pizarro auf AHK-Hauptversammlung

Auf die Frage während der Hauptversammlung der AHK warum das großzügige Übernahmeangebot von Eon letztlich keinen Erfolg hatte, machte Pizarro allein die Regierung Spaniens verantwortlich, die interveniert habe.Erfreulich an der Hauptversammlung der AHK war nicht nur zu sehen, dass es durchaus Politiker gibt, die aus der Wirtschaft kommen und offen reden, sondern auch (für mich) das meine Person wieder für ein weiteres Jahr als Vertreter der Wirtschaftsjunioren Madrid in den Vorstand der AHK gewählt wurde.

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