Einträge vom — Abril 2008

Ladenschluss – Madrid plant freie Öffnungszeiten

Rund um die Uhr einkaufen: Noch vor dem Sommer sollen in Madrid Geschäfte an Werk- und Feiertagen durchgehend öffnen dürfen.

Möglich werden sollen die neuen Ladenöffnungszeiten durch das Gesetz zur Modernisierung des Handels („Ley de Modernización del Comercio“). Gegenwärtig befindet sich dieses Gesetz noch im Stadium eines sogenannten Vorprojektes. Die Gesetzgebungszuständigkeiten für den Ladenschluss obliegen den Autonomen Gebietskörperschaften. Jede Autonomen Gebietskörperschaften (wie z.B. Madrid oder Katalonien)  kann selbst über die Ladenöffnungszeiten bestimmen.Freigegeben werden sollen die Ladenschlusszeiten von Montag bis Sonntag und an allen 22 Feiertagen in Madrid. Dabei soll der Handel nach dem Landesminister von Madrid für Konsum und Wirtschaft, Fernando Merry del Val, zu Nichts gezwungen werden. Vielmehr will man ihm die Möglichkeit geben sich den Kaufgewohnheiten und -präferenzen der Kunden anzupassen. Das Gesetzesprojekt soll auch gleichzeitig dazu genutzt werden um Bürokratie und Auflagen abzubauen.  Madrid verspricht sich von den freigegebenen Schlusszeiten Umsatzwachstum und neue Arbeitsplätze. Konkret haben die Madrider Behörde, die totale Freigabe bereits in der Einkaufszone der Puerta del Sol getestet und festgestellt, dass dort 500 neue Arbeitsplätze geschaffen wurden._____foodomat01a.jpg

Abril 22, 2008   2 Kommentare

Unternehmensgründungen rückläufig – Valencia beliebtester Standort

Laut dem Nationalen Statistikinstitut (INE) wurden im Februar 11.859 Handelsgesellschaften gegründet, 16,7 % weniger als im Februar 2007. Die Gesamtsumme des eingebrachten Stammkapitals dieser Unternehmen betrug 1.178 Millionen Euro – 30,7 % weniger als im Februar 2007 -, und das durchschnittliche Stammkapital betrug 99.375 Euro, was eine jährliche Reduzierung um 16,8 % bedeutet.5055 Gesellschaften erweiterten im Februar ihr Kapital, das sind 6,2 % weniger als im vorherigen Jahr, und die Gesamtsumme betrug 4.129,7 Millionen Euro – 27,9 % weniger als im Februar 2007.Ebenso lösten sich 1919 Gesellschaften auf – 41,2 % mehr als im Februar 2007 -, was zu 87,5 % freiwillig geschah, zu 8 % aufgrund von Fusion und zu 4, 5 % aus anderen Gründen. Laut INE wurden in der Comunidad Valenciana die meisten Gesellschaften gegründet, mit einem Kapital von 339.970 Euro, während in Castilla-La Mancha die wenigsten Neugründungen registriert wurden.In der Comunidad Valenciana wurden im Februar die meisten Handelsgesellschaften geschaffen, – 37,7 %- , gegenüber von nur 0,1 % in La Rioja. 98,7 % Prozent dieser Gesellschaften waren solche mit beschränkter Haftung (S.L.), während die Zahl der neu gegründeten Aktiengesellschaften um 11 % gegenüber Februar 2007 fiel.____

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Abril 16, 2008   0 Kommentar

Spanische Wirtschaft verliert an Wachstum

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Die weltweite Finanzkrise, die Probleme des Immobilienmarktes und der Anstieg der Preise haben der spanischen Wirtschaft den Wind aus den Segeln genommen. Nach der spanischen Grossbank BBVA wird das BIP dieses Jahr nur noch um 1,9 % steigen; schlimmer noch werde es im Jahr 2009 kommen, mit einer Wachstumsrate von nur 0,8 %. „Ungewiss“ sei das am meisten benutzte Wort der Wirtschaftswissenschaftler, um die Situation der spanischen Wirtschaft zu beurteilen. Der Tiefpunkt der Produktivität gepaart mit der Flaute im Immobiliensektor werde mehr negative Auswirkungen haben als erwartet.  “Eine intensivere und längerfristige globale Finanzkrise, die schlechten Aussichten auf dem Immobilienmarkt und die nicht vorhandene Kontrolle der Inflation stellen einen Cocktail dar, der – laut den Studien der BBVA – das Wachstum des BIP in diesem Jahr auf 1,9% herabsinken lassen wird, gegenüber den 3,8 % des Vorjahres (2007). Die Banken reduzieren daher ihre Vorhersagen für Spanien und machen auf die Risiken aufmerksam, die in Kürze zu erwarten sein werden. Die Wirtschaft werde im Jahr 2009 dann wohl den Boden berühren, mit einem kärglichen Anstieg von nur noch 0,8 %. Die Folgen der anziehenden wirtschaftlichen Schlechtwetterfront werden besonders auf dem Arbeitsmarkt zu spüren sein. Der starke Rückgang der Investition im Immobiliensektor – mehr als 14 % im Jahr 2009 – wird nach BBVA mehr als 400.000 Arbeitlose in der Baubranche verursachen. In den übrigen Sektoren werde zwar im Jahr 2008 weiterhin Arbeitsplätze geschaffen werden; dies komme jedoch im Jahre 2009 praktisch zum Erliegen. Das Resultat werde der Anstieg der Arbeitslosenquote um drei Punkte auf bis zu 11 % sein, so dass nach der BBVA mehr als 650.000 Personen arbeitslos gemeldet sein werden.

Abril 10, 2008   0 Kommentar