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Es zeichnen sich erste Verbesserungen im spanischen Immobiliensektor ab, was am Anstieg der Verkäufe von Immobilien und Wohnraum, der Stabilisierung der Preise und der Zunahme in der Konstruktion zu beobachten ist.

Mitte 2013 konnten die ersten Käufe im spanischen Immobiliensektor nach dem Platzen der Immobilienblase im Jahr 2007 beobachtet werden. Hauptakteure der bisherigen Genesung sind ausländische und kleine bis mittlere, liquide Investoren.

Im ersten Trimester 2015 wurden in Spanien Immobiliengeschäfte im Wert von 2.463 Millionen Euro getätigt, die Hälfte davon mit ausländischem Kapital. Schon Anfang 2014 hatte das Interesse ausländischer Investoren am spanischen Markt wieder zugenommen. In 2014 haben ausländische Fonds in Spanien Immobilienkredite im Wert von 16.284 Millionen Euro erworben. Die Werte von 2015 machen schon jetzt 35% der Investitionen, die in 2014 im ganzen Jahr in Spanien getätigt wurden, aus. Diese bedeutet eine Verdreifachung im Vergleich zum ersten Trimester in 2014. Den größten Anteil haben hierbei laut eines Gutachtens von Cushman & Wakefield Investitionen in den Retailsektor.

Investoren setzen auf spanische Städte

Mit einem Anteil von 70% setzen die Investoren vor allem auf Anlagen in Flächen in spanischen Großstädten, ganz voran in Madrid und Barcelona.

Kommerzielle Flächen, Büroräume und Einkaufszentren sind Fokus der Immobilieninvestitionen in Spanien

Einkaufszentren stechen bei den Immobilieninvestitionen in Spanien besonders hervor. 2013 generierte der spanische Immobiliensektor circa 7.000 Millionen Euro, wovon 2.500 Millionen durch den Verkauf von Einkaufszentren generiert wurden. Der Verkauf des Zentrums „Isla Azul“ in Madrid für 232 Millionen Euro ist eins der prominentesten Beispiele.

Experten gehen laut cincodias.com davon aus, dass in 2015 ein historisches Maximum an Investitionen erreicht und dadurch die bisherige Höchstsumme an Immobiliengeschäften im Wert von 12.000 Millionen Euro im Jahr 2007 noch verbessert werden könnte.

Der spanische Wohnungsmarkt ist geprägt von Auslandsinvestitionen

Auch der Verkauf von Wohnraum ist in Spanien geprägt von ausländischen Investitionen. Seit 2007 stand der spanische Wohnungsmarkt praktisch still, doch zu Beginn des Jahres 2014 haben ausländische Investitionsfonds damit begonnen, Druck auf die Preise im spanischen Wohnungsmarkt auszuüben. Gesucht wird hauptsächlich Baugelände in großen Städten, dass von der öffentlichen Verwaltung und den Banken verkauft wird.

Wohnraum am teuersten im Baskenland

Der spanische Online-Immobilienvermarkter pisos.com geht von einer leichten Stabilisierung der Wohnraumpreise seit 2014 aus. Der aktuelle Vierteljahresbericht (März 2015) stellt allerdings fest, dass der durchschnittliche Wohnraumpreis in Spanien um 1,29% seit Dezember 2014 gefallen ist. Im Jahresvergleich zu 2014  ist der Preis um -7,20% gefallen. Der durchschnittliche Wohnungspreis pro Quadratmeter in Spanien beläuft sich laut pisos.com auf 1.538 Euro. Die teuerste Region ist das Baskenland, das sich von der billigsten Region Castilla-La Mancha durch eine Differenz von 1.900 Euro pro Quadratmeter abhebt.

Neben den Kanarischen Inseln ist Madrid die einzige Autonome Region Spaniens, in der ein Anstieg der Preise um 0,25% verzeichnet wurde.

Touristische Prägung der ausländischen Nachfrage nach Wohnraum in Spanien

Die gewachsene ausländische Nachfrage nach Wohnraum hat eindeutig einen touristischen Bezug. Im dritten Semester 2014 machten die internationalen Käufer 13% der gesamten registrierten Transaktionen aus. Vorreiter sind die Briten mit einem Anteil von 15,77%, gefolgt von Franzosen (10,11%) und Russen (8,08%); die deutschen Käufer haben einen Anteil von 7,53%.

Spanische Immobilienexperten sprechen mit Vorsicht von Aufschwung

Die spanischen Immobilienexperten weisen darauf hin, dass der Erholungsprozess des spanischen Immobilien- und Bausektors langsam sein wird, auch aufgrund der weiterbestehenden Unsicherheit in der spanischen Wirtschaft und am spanischen Arbeitsmarkt.

Auch seitens der spanischen Online-Immobilienplattform fotocasa.es wird vermeldet, dass man noch mit Vorsicht von einem Umbruch der Tendenz sprechen muss, und dass Finanzierungen seitens der Banken sowie eine Verbesserung des Arbeitsmarktes Schlüsselfunktionen in der Genesung des spanischen Immobiliensektors einnehmen.

Jetzt ist der richtige Moment für Investition in spanischen Immobiliensektor

Schon im September 2014 war auf cincodias.com ein Interview zu lesen, in dem Experten für Immobiliengeschäfte der Firma Deutsche AWM von einer Erholung des spanischen Immobilienmarktes ausgehen. Die Argumentation beruht auf den Tatsachen, dass nach fünf Jahren der Rezession mit starkem Preisverfall ein wirtschaftlicher Erholungsprozess festzustellen ist und dass man heute Zugang zu Finanzierungsmitteln hat, was bis 2013 nicht der Fall war. Die Schlussfolgerung lautet, das der spanische Immobilienmarkt einer der Märkte ist, in den investiert werden sollte und das jetzt der richtige Zeitpunkt dazu sei.

Den genauen Vorgang des Immobilienerwerbs in Spanien finden Sie beschrieben im Artikel „Praktische Aspekte des Immobilienkaufs in Spanien“ auf der Webseite von Mariscal Abogados.

Da die Immobilienkrise geografisch nicht gleichmäßig verteilt ist, zeigt ein weiterer Beitrag von Mariscal interessante regionale Investitionsmöglichkeiten in Spanien auf.

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