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Oft werde ich gefragt, ob nach so langer Zeit ohne Regierung und ein Katalonien, dass sich abspalten möchte, Spanien derzeit geeignet ist für Investitionen. Ich verweise dann gerne auf die AHK Spanien.

Nach der aktuellen Umfrage der AHK Spanien zur Einschätzung des Geschäftsklimas 2016 bewerten die deutschen Unternehmen die wirtschaftliche Lage Spaniens in 2016 positiv.

Die Bewertung der Geschäftslage der Unternehmen wird sogar von über 90% der Unternehmen als gut oder zufriedenstellend bewertet.

Auch die IESE Business School bestätigt die Zunahme der ausländischen Investitionen in Spanien, die seit 2013 um 14% angestiegen sind und auf ein Vertrauen der Investoren aus dem Ausland in den spanischen Markt rückschliessen lassen.

Bedeutung ausländischer Unternehmen für den spanischen Arbeitsmarkt

Die ausländischen Unternehmen haben für den spanischen Arbeitsmarkt eine grosse Bedeutung, denn sie sind für 1.148.0002 Arbeitsstellen verantwortlich, das entspricht 7% der Beschäftigung (2013).

Für circa 14% der Beschäftigung, die durch ausländische Direktinvestitionen in Spanien geschaffen wird, sind Deutsche Investitionen verantwortlich. Die Arbeitsplätze durch deutsche Direktinvestitionen befinden sich vornehmlich in den Sektoren Kraftfahrzeugproduktion, gefolgt von Groß- und Einzelhandel.

Indikatoren für das positive Geschäftsklima in Spanien

Personalaufbau

42,2% der deutschen Unternehmen in Spanien planen, das Personal ihrer Tochterfirmen in 2016 auszubauen. Für 2017 haben circa 45% der Unternehmen vorgesehen, ihre Belegschaft zu erhöhen.

Ausserdem sollen die Löhne in 2016 um 1 bis 3% gesteigert werden.

Zunahme der deutschen Investitionen in Spanien

Die deutschen Investitionen in Spanien haben in den letzten Jahren wieder zugenommen.

Deutschland besitzt mit einer Anzahl von 1.089 die meisten Tochtergesellschaften in Spanien, das sind circa 17% aller ausländischen Tochtergesellschaften.

Im Unterschied zu Investitionen aus anderen Ländern folgen die deutschen Investitionen in Spanien einem steigenden Trend.

Der Anteil der deutschen Investitionen ist insbesondere in folgenden Sektoren hoch:

  • Automobilproduktion: 44,4%
  • Verkauf und Instandsetzung von Fahrzeugen: 67%
  • Herstellung von Pharmazeutika: 36,9%

Im Jahr 2015 flossen 759 Millionen Euro Bruttoinvestitionen von Deutschland nach Spanien. Dies entspricht einem Anstieg um 86 Prozent im Vergleich zu 2014 (407 Millionen Euro).

Bewertung der Standortfaktoren für Spanien als Investitionsort

Positive Standortfaktoren für Investitionen in Spanien

Positive Standortfaktoren für den Investitionsstandort Spanien

  • Die Qualität der universitären Ausbildung,
  • Die Motivation der Mitarbeiter, und
  • die Produktivität werden hingegen als sehr positiv bewertet.

Ausserdem hat Spanien in den letzten Jahren zur Verbesserung der Beschäftigungssituation eine umfangreiche Arbeitsmarktreform durchgeführt, die von den deutschen Unternehmen als zufriedenstellend bewertet wird.

Im Anschluss an die Präsentation der Umfrage fand eine Podiumsdiskussion statt, zu der Unternehmen aus unterschiedlichsten Branchen (z.B. Banken, Bausektor, Pharmaindustrie) geladen waren. Auch aus dieser ging hervor, dass das Geschäftsklima in Spanien von allen vertretenen Branchen hinweg als positiv angesehen wird, auch der spanische Bausektor erholt sich zunehmend.

Eine interessante Beobachtung ist, dass sich laut der Experten die europäischen, hierunter auch die deutschen Unternehmen, vermehrt für Investitionen in traditionellen Märkten wie unter anderem Spanien entscheiden.

Problematische Standortfaktoren

Von den deutschen Unternehmen werden die aktuelle politische Lage und die Qualitätsdefizite in der nicht akademischen Berufsausbildung als die problematischsten Faktoren angesehen, die zur Zeit Investitionsentscheidungen negativ beeinflussen könnten

Über die AHK Umfrage von deutschen Unternehmen in Spanien

Für die AHK Umfrage von 2016 wurde 837 Unternehmen befragt, die sich nach Sektoren wie folgt zusammensetzen: 50% Handel und Dienstleistungen, 50% Industrie. Ungefähr die Hälfte der Unternehmen hat mehr als 50 Arbeitnehmer, die andere Hälfte hat weniger als 50.

Erfreulich ist der Trend zur Einstellung von Personal um so endlich von der sehr hohen Arbeitslosenquote in Spanien herunterzukommen.

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