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Am 15. Mai 2015 fand im „Parador de Carlos V“ in Hondarribia, im spanischen Baskenland, der dritte Kongress des DAV Spanien statt.

Die Tagung für Rechtsanwälte mit Verbindungen zu Deutschland und Spanien erfreute sich der Teilnahme spanischer und internationaler Persönlichkeiten sowohl im Publikum als auch unter den Referenten.

Herr Julio Pérez Hernández, ehemaliger Staatssekretär für Justiz und Professor für Handelsrecht und Dr. José Antonio Martín Pallín, Richter a.D. des Obersten Gerichtshofs von Spanien, referierten über aktuell kontrovers diskutierte Themen der zivil- und strafrechtlichen Urteilsverkündung in Spanien.

Der zweite Abschnitt der Veranstaltung wurde von Ramiro Pérez Alvárez, einen auf Prozess- und Konkursrecht spezialisierten Anwalt, mit anschliessender anregender Diskussion geleitet. Es klang bei den Beiträgen jedoch stets ein wenig Skepsis durch, ob die zahlreichen Reformen insbesondere im Konkursrecht ihren Zweck erfüllten: Weder konnte verzeichnet werden, dass die Unternehmen nach Einleitung eines Konkurses fortbestehen, noch das Arbeitsplätze erhalten werden oder gar die Gläubiger in angemessener Form befriedigt würden (lediglich 5% der Forderung könnten im Konkursverfahren eingetrieben werden). Vielmehr scheint es für Gläubiger sogar sinnvoller gegen den Konkursschuldner und dessen Geschäftsführung strafrechtliche Massnahmen zu ergreifen, um so einen maximalen Druck zu erzeugen.

Die Teilnehmer hatten dann das Privilieg zum Abschluss der Veranstaltung ein authentisches baskisches Abendessen im Restaurant der „Sociedad Klink Elkartea“ zu zelebrieren. Die baskischen „Sociedades“ sind eine Art exklusive traditionelle Koch- und Freizeitclubs zu denen Nicht-Mitglieder normalerweise nicht zugelassen werde.

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