Einträge vom — Mayo 2008

Die kleinen Unterschiede

bow.gif                                   Es ist immer wieder interessant zu sehen, dass zwischen zwei europäischen Ländern noch so unterschiedliche Begrüßungsformen bestehen. Der Deutsche, wenn er einen Anruf entgegennimmt, sagt einfach nur seinen Nachnamen (im meinem Fall: „Lincke“). Der Spanier bleibt anonym und sagt: „si, dígame“ (sinngemäß: Ja, bitte?“). Wenn man Jemanden sprechen will, fragt man in Spanien gleich drauf los ohne sich vorher vorzustellen (z.B.: „Herrn Fulanito bitte“). In Deutschland undenkbar: Denn dort gilt immer noch die Regel erst vorstellen und dann Fragen stellen. Auch nach neun Jahren Spanienaufenthalt weis ich immer noch nicht wie man spanische Geschäftspartnerinnen korrekt begrüßt. Im Privaten ist die Regel stets zwei Küsschen zur Begrüßung und zwei zum Abschied. Bei Geschäftsterminen bin ich leider noch nicht vollkommen dahinter gekommen, wie viele Treffen erforderlich sind, um vom Händeschütteln zum Küsschen überzugehen. Vollkommen verloren, bin ich beim spanischen Adel: Die richtige Anrede und Begrüßungsform herauszufinden, ist ein wahrhaft schwieriges Unterfangen.

Mayo 28, 2008   2 Kommentare

Verliert Spanien an “Sex-Appeal”?

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Spanien, die viertgrößte Wirtschaftskraft Europas konnte im Jahre 2007 nur 0,9 % der außereuropäischen Investitionen auf sich lenken. Insbesondere haben sich vor allem die großen Wirtschaftsmotoren wie USA, Japan, China und Kanada zurückgehalten. Zwar betrug die Gesamtinvestition von Nicht EU Ländern noch 3 Milliarden Euro; dies ist jedoch weniger als die Hälfte der Investition von 2006 (6,4 Milliarden Euro). Bleibt zu hoffen, dass die Börsianer nicht bald darauf bestehen, dass das Symbol Spaniens (der Stier) durch den des Bären ersetzt wird.

                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                            

Deutschland scheint im Vergleich aber als Standort noch unattraktiver zu werden. Im Jahre 2006 wurden 16,8 Milliarden Euro investiert und in 2007 nur noch 1,4 Milliarden Euro. 

Mayo 21, 2008   2 Kommentare

XING verstärkt seine Marktpräsens in Spanien

logo_xing_top.gifIm Zuge der erfolgreichen Etablierung im spanischen Markt feierte das hochprofitable Web-2.0-Unternehmen XING gestern in Madrid ein Kick-off-Event. Der CEO Lars Hinrichs stellte bei dieser Gelegenheit auch den neuen Country Manager Spain, Lutz Emmerich, vor. Es wurde deutlich das Spanien einer der wichtigeren Märkte für XING ist und das die Marktpräsens noch weiter ausgebaut werden soll.Vor einem Jahr feierte das Unternemen am deutschen Aktienmarkt seinen Börsengang und expandiert seit dem durch Unternehmenszukäufe verstärkt ins Ausland.Business-Netzwerke sind im Web 2.0 derzeit in Mode. Aber nur wenige verdienen wirklich Geld wie das deutsche Internet-Portal XING. Jeder kennt jeden über sechs Ecken. Das lässt sich eindrucksvoll auf xing.com belegen. Wer dieses Businessportal noch nicht kennt, sollte auf jeden Fall einmal reinschauen.

Mayo 14, 2008   4 Kommentare

Übertriebene Lebensläufe stellen einen Kündigungsgrund dar

Das oberste Arbeitsgericht von Madrid (Sala de lo Social, 686/2007) hat entschieden, dass die unwahren Angaben eines Arbeitnehmers gegenüber seinem Unternehmen in Bezug auf seine akademischen Abschlüsse, einen Betrug darstellen. Nach dem Urteilspruch berechtigen nachweisbar falsche Angaben zur Kündigung, wenn sie ursächlich für die Einstellung waren. Die Justiz hat damit der Aufbauschung, die Bewerber gelegentlich an den Tag legen, wenn sie ihren beruflichen Werdegang mitteilen, einen Riegel vorgeschoben. Dem Urteil lag ein Fall zugrunde bei dem ein Nichtakademiker sich den Posten des Geschäftsführers eines Architekturbüros erschlich. Im Selektionsprozess gab der Arbeitnehmer wahrheitswidrig an, einen Abschluss in Kommunikationswissenschaften und einen MBA zu haben. Der Geschäftsführer mit einem jährlichen Bruttogehalt von 73.152,57 € konnte jedoch nicht einmal elementarste bürokratische Aufgaben der Unternehmensführung übernehmen und flog deshalb sehr schnell auf. Während in Deutschland Kandidaten für Führungspositionen ihre Lebensläufe aufwendig mit Zeugnissen, Empfehlungsschreiben, Sprachzertifikaten, etc. belegen, neigen in Spanien die Kandidaten dazu ihren „CV“ ohne weitere Dokumente einzureichen. Es ist deshalb schwer erkennbar, ob der Lebenslauf nur echte Tatsachen enthält oder voll mit morgenländischen Übertreibungen ist.

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Mayo 9, 2008   2 Kommentare